Der Strickverein… Jede Familie in unserem Land hat irgendeine Verbindung mit dieser Bewegung. In den letzten Jahren hat er dennoch etwas nachgelassen, als er nach und nach zu einer reinen Unterhaltungsgruppe ohne Strickarbeit wurde. Im früheren, wirklichen “Strick”-Verein haben sich kleine Hausfrauengruppen jede zweite oder dritte Woche an einem bestimmten Tag zum Stricken getroffen, während sie sich beim Tee oder bei einer heißen Schokolade in den späten Abendstunden – wahrscheinlich über Ihre hart arbeitende (und oft abwesende) Männer – unterhalten haben. Bei uns ist es in der Regel immer Donnerstags gewesen. Tatsächlich erinnere ich mich noch wie mein Vater an diesem besonderen Tag alle Kinder nach oben ins Wohnzimmer zum Fernsehen, Spielen und Pizza essen vom neueröffneten Abholladen mitgenommen hat, während 8 bis 10 Frauen im Erdgeschoss so laut plauderten, wie nur 8 bis 10 Frauen plaudern können, und während sie so rauchten, wie 8 bis 10 Frauen rauchen können. Das muss wahrscheinlich alles noch gewesen sein, bevor die Wissenschaftler entdeckten, dass Rauch nach oben zieht.

Der Höhepunkt lag irgendwo zwischen den 60er und 80er Jahren, soweit ich mich erinnern kann. Seitdem haben Frauen eigentlich genau so hart wie die Männer gearbeitet und das Stricken wurde stärker industrialisiert, aber noch denkt jeder Norweger beim Wort “Oma” als erstes an das Stricken…, und dann an eine beschlagene Riesenbrille, schätze ich. Da heute “Retro” wieder “cool” für die Jugend ist, haben einige Teenager die alte, staubige Schallplattensammlung der Eltern auf dem Dachboden wiederentdeckt, aber auch das Stricken ist bei jungen Mädchen – sowie natürlich bei Jungs – wieder beliebt geworden, denn heute soll ja alles für die Nachhaltigkeit handgemacht und regional sein.

Als wir vor einigen Jahren zusammen saßen, um die Marke Arendal Sound ins Leben zu rufen, gehörte das weltweite Teilen mancher traditionellen Kulturmerkmale aus Norwegen zu der Idee: Die klassischen hölzernen Berghütten, die Nächte beim Zelten unter offenem Nordlichthimmel, die schöne und vielfältige Naturkulisse und natürlich auch das kurz nach dem Logo entstandene Strickmuster, das zu den ersten Konzepten gehört. Mit diesem Muster hatten wir vor, Pullover, Hüte und Jacken für Ausstellungen, Interviews oder dergleichen anfertigen zu lassen, damit die Welt erfahren konnte, wie eigen und gemütlich wir Norweger wirklich sind – schätze ich!

Nun hat Jans Mutter den ganzen Winter vor dem Kamin verbracht und für uns Mützen verschiedener Art dabei gestrickt, wie man auf diesen Bildern sehen kann.

Dann dachten wir an eine Arendal Sound Aktivität, die Spaß machen könnte: Zeig uns was ihr (oder eure Eltern oder Partner) aus dem Muster stricken könnt! Eine PDF-Datei mit dem für die Hüte verwendeten Muster steht unter dem unterstehenden Link zur Verfügung. Wir können nur empfehlen, es auszuprobieren oder das Muster in das Motiv umzuwandeln, das ihr lieber stricken würdet! Schickt uns euer Kunstwerk und postet es auf unseren sozialen Netzwerken…

#arendalknitclub

REZPET

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